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Der Dachs im Gewerbe: Referenzobjekte.

Günter Wagner "Im Leben hab ich nicht daran geglaubt, dass ich damit auch noch Geld verdienen kann."

Von Schiffen lernen heißt, zu wissen, „dass an deren Dieselmotor ein Generator angeflanscht ist, der Strom erzeugt“, erklärt Günter Wagner auf der Couch seines Wohnzimmers. Als Hobby-Segler weiß man so etwas natürlich. Dieses Prinzip der gemeinsamen Erzeugung von Wärme und Strom kam dem Systementwickler und EDV-Programmierer in den Sinn, als er für sich und sein Einfamilienhaus mit Einliegerwohnung „neue Wege beschreiten“ wollte. Denn mit seiner Ölheizung und der Wärmepumpe war er anfangs des 21.Jahrhunderts nicht mehr zufrieden: „Da musste ich was machen“. Schon damals war absehbar, in welche Richtung sich die Energiepreise trotz eines liberalisierten Strommarktes entwickeln würden.

„Ich wollte einfach ein Stück Unabhängigkeit bewahren“ erinnert sich Wagner an die Chance, Strom selbst herzustellen und diesen auch selbst zu nutzen: „Im Leben hab ich nicht daran geglaubt, dass ich damit auch noch Geld verdienen kann.“ Tatsächlich erhält er, seitdem sein eigenes Kraftwerk Strom liefert, und er diesen an den Netzbetreiber verkauft, regelmäßig Abschlagszahlungen. „Die Wärme ist eigentlich nur noch ein Abfallprodukt meiner Stromerzeugung“, erklärt Wagner das kaufmännische Prinzip hinter seinen Überlegungen. „Ich heize heute günstiger, als damals mit meiner alten Ölheizung und der Wärmepumpe.“ Und das bei ständig steigenden Preisen!

Angesichts der vergleichsweise hohen Anschaffungskosten – „Da zuckt man ja schon zusammen.“ – suchte Günter Wagner auch nach Alternativen. „Aber ich war zum einen von der Idee überzeugt, zum anderen stellten sich im Jahr 2002 alternative Möglichkeiten der Energieerzeugung als nicht weit genug entwickelt dar“, erläutert der Eigenheimbesitzer. „Der Dachs passte einfach optimal in das bestehende Heizsystem des Hauses“. Für seine Gattin ist das eigene Kraftwerk im Haus „ein Spleen meines Mannes“. Der gesteht indes, dass „da auch sehr viel Spaß dabei ist“. Was Heizungen im Leben einer Familie so alles bewirken können!

Günter Wagner
Objekt

Einfamilienhaus (mit Einliegerwohnung)

Standort

Dorsten, NRW

Anlagentyp

HKA-HR

Leistung

thermische Leistung: 11,7 – 14,7 kW
elektrische Leistung: 5,0 -5,5 kW

Inbetriebnahme

August 2002

Klaus, Gerlinde & Annika Reinders "Alles-OK-Vertrag"

Der Weg zu den Reinders ist beschwerlich. Das Navigationsgerät im Auto kennt das Neubaugebiet nicht. Ein Telefongespräch mit dem Hausherrn hilft, und die Spürnase des Reporters auf der Suche nach einer guten Geschichte zum Dachs. Und die liefert die Familie Reinders. Es ist ihr zweites Haus, und Gerlinde Reinders wollte sich ihren Traum darin verwirklichen: das eigene Schwimmbad. Der Architekt war gefordert, ein geeignetes energetisches Konzept vorzulegen, um den Traum zu realisieren. „Eine konventionelle Ölheizung plus eine Wärmepumpe hätten nicht gereicht“, unterstreicht Gerlinde Reinders das Anforderungsprofil an die neue Heizung.

Der Architekt war pfiffig genug: „Er kam auf die Idee mit der Kraft-Wärme-Kopplung“, sagt Frau Reinders. Die Dame des Hauses ist ziemlich begeistert von dem Kraftwerk, das ihren Swimming-Pool auf angenehmen Temperaturen hält. Außerdem macht es noch Strom, den die Reinders selbst nutzen, oder an den Netzbetreiber verkaufen. Von dem erhalten sie jeden Monat eine Abschlagszahlung. Seit 2006 geht das schon so. Anfänglich gab es noch Schwierigkeiten mit dem reibungslosen Betrieb des Kraftwerks. „Seit drei Jahren sind diese Probleme behoben“, beruhigt Gerlinde Reinders. „Der Dachs läuft seitdem störungsfrei und macht uns viel Freude – eine wirklich komfortable und saubere Sache.“ Sorgen muss sich die Familie alleine schon deshalb nicht machen, weil sie den „Alles-ok-Vertrag“ abgeschlossen hat.

Mit der jährlichen Fix-Pauschale sichern sich die Reinders’ gegen alle Risiken ab. Ein kleines Wagnis sind sie bei der Anschaffung allerdings eingegangen. „Wir hatten ins Kalkül gezogen, dass wir den Dachs hören. Schließlich haben wir ja ein wildes Tier im Keller“, sagt Frau Reinders und muss laut lachen. „Aber wir hören ihn wirklich nicht“, bestätigt Tochter Annika, die es wissen muss. Ihr Zimmer liegt gleich nebenan. Die Freude seiner beiden Frauen im Haus teilt übrigens auch Klaus Reinders. Er findet, dass sich der Dachs auch bei den hohen Anschaffungskosten lohnt. Einer muss sich ja schließlich um die Zahlen kümmern.

Familie Reinders
Objekt

Einfamilienhaus

Standort

Bedburg-Hau, NRW

Anlagentyp

HKA-G S2

Leistung

thermische Leistung: 11,7 – 14,7 kW
elektrische Leistung: 5,0 -5,5 kW

Inbetriebnahme

Dezember 2006